Balfolk

"Balfolk" – das sind vorwiegend Tänze aus Frankreich; sinngemäß übersetzt „französische Volkstänze“.  

Es gibt eine lange und vielfältig Tanz- und Musiktradition in Frankreich, jede Region hat ganz eigene Tänze und Variationen.

In der Bretagne finden wir ganz kraftvolle, energiegeladene Tänze; im Elsaß ruhige, weich dahinfließende Branles. Es gibt Bourrée, Gavotte und Rondeau. Wir haben innige Paartänze wie Walzer und Mazurka aber temperamentvolle Tänze wie Schottisch oder Polka. Es gibt auch sehr viele Partnerwechseltänze (Mixer), bei denen man in kurzer Zeit Kontakt zu den anderen Tänzern herstellen kann; die beliebtesten sind Chapelloise und Cercle Circassien.

 

"Balfolk" ist sehr vielfältig und abwechslungsreich.

Die Musik und die Tänze dürfen sich weiter entwickeln. Es gibt viele junge Bands, die experimentieren, andere Instrumente ausprobieren, mit Technik arbeiten (Loops, Beat Boxing, Techno) und neue Tänze „erfinden“.  

"Balfolk" ist sehr lebendig.

 

Was ist die Grundidee von Balfolk?

Man tanzt miteinander. In der Gruppe, im Kreis, im Paar. Es steht nicht die Brillanz des Einzelnen im Mittelpunkt, sondern das „zusammen Tanzen und Spaß haben“.

"Balfolk" ist Gemeinschaft.

 

Bei den Paartänzen gibt es oft nur einen recht einfachen Grundschritt. Es geht darum, als Paar zusammen zu tanzen, sich aufeinander einzustellen. Im Idealfall ist „Balfolk“ wie ein „Gespräch“ zwischen dem Tanz-Paar, es geht um Zuhören und Vorschläge machen, um Improvisieren und Ausprobieren. Und es geht auch um das Tanzen zur Musik, das heißt, wie möchte die Musik, dass wir dazu tanzen. (hier setzt das Feel the Dance Konzept an)

 

Inzwischen gibt es eine richtige "Balfolk-Szene" weit über die Grenzen Frankreichs; es gibt große und kleinere Festivals und fast überall in Europa (Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande, Tschechien, Polen, England ...) schon "Balfolk-Tanzabende".

Foto: Samuel Aubert